Allgemein Hamburg Kochen

Rinderwahn mit Tim Mälzer

21. Februar 2017

Das goldene Ticket

Diese Geschichte begann mit einem Facebook-Gewinnspiel von Geheimtipp Hamburg, bei dem man ein Ticket für das supercoole Rinderwahn-Event von und mit Tim Mälzer & Team gewinnen konnte.
Aufgrund der großen Teilnehmer-Anzahl wollte ich allerdings eigentlich gar nicht erst mitmachen. Nachdem ein Freund mich dann dennoch motivieren wollte, hat witzigerweise genau dieser Kommentar die Verlosung gewonnen. :D

Screenshot von Facebook

 

 

 

 

 

 

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Geheimtipp Hamburg, dass ihr mir dieses Erlebnis ermöglicht habt!

Schon vorher hatte ich das Werbeplakat gesehen und das Programm klingt einfach super interessant und abwechslungsreich.

Rinderwahn Plakat

Als ich am Abend des Events in die Location (Mälzers neues Restaurant DIE GUTE BOTSCHAFT) gekommen bin, fiel einem als erstes das bereits aufgehängte Vorderviertel und das danebenliegende Hinterviertel auf.

hängendes Vorderviertel

liegendes Hinterviertel

Zur Begrüßung gab es eine Bloody Mary (im wahrsten Sinne des Wortes bloody, wie sich später herausstellte), alternativ konnte man aber auch schon andere Getränke einnehmen. :)

Insgesamt waren es ca. 30 Teilnehmer, die nach einem lockeren Ankommen sehr herzlich und gewohnt humorvoll von Tim begrüßt wurden („Ich erwarte, dass hier jeder mindestens mit einem leichten Glimmer nach Hause geht, dafür sind die Getränke ja inklusive“).

Danach wurden Wolfgang Müller (passionierter Metzger und Sternekoch), Christoph Grabowski (Dipl. Fleischsommelier & Fleischermeister) und Lucki Maurer (Küchenmeister und Wagyu-Züchter) vorgestellt, währenddessen wurde der erste Gang (Beef Jerky) gereicht. Kurz danach gab es den Beef Tea, eine kräftige, wahnsinnig leckere Rinderbrühe.

Das Menü des Abends

Der erste von elf Gängen – Beef Jerky

Lucki, Wolfgang und Christoph (v.l.n.r.)

Zu Beginn haben die Drei ein bisschen von ihrem beruflichen Werdegang erzählt und Lucki hat dann berichtet, wie er dazu gekommen ist, Bio-Wagyu Rinder zu züchten.

Es war wirklich spannend zu hören, wie viel Wert in seiner Zucht die Kuh als Lebewesen hat und mir gefällt seine Philosophie, das ganze Tier als Edelstück zu betrachten und nicht nur Roastbeef, Entrecôte und Filet.
Es wurde klar wie ernst er das meint, als wir erfahren haben, dass vor uns Eberhard hängt, der vorher 54 Monate auf der Weide stand (Zum Vergleich: „normale Fleischkühe“ werden rund 2 Jahre alt).

Nach der kurzweiligen Einleitung haben Christoph und Wolfgang dann damit begonnen, das Vorderviertel zu zerlegen.

Christoph zerteilt mit geübten Handgriffen das Vorderviertel

Teamwork beim Zerlegen

Tim hat alles im Blick :)

Die einzelnen Schritte bzw. Schnitte beim Zerlegen wurden von Lucki laufend sehr gut kommentiert.
Zwischendurch wurden Stücke zum Begutachten, Riechen und Schmecken herumgereicht. Zusätzlich zum 11-Gänge-Menü wurden außerdem einige der frisch herausgelösten Teile von Frank Hecker im Beefer bei 800°C angeröstet, aufgeschnitten und als Häppchen verteilt – köstlich!

Die Jungs von esfck sägen ein kleines Steak zurecht

Frank am Beefer

Lucki schneidet das frisch gebeefte Stück in mundgerechte Stücke

Im weiteren Verlauf gab es Wissen, Witze und Menü-Gänge im Wechselspiel. Die meisten der elf Gänge haben mir hervorragend geschmeckt, nur die Innereien und das Knochenmark waren nicht so mein Fall. Aber das ist ja persönlicher Geschmack. :)

Bilder sind hier einfach interessanter als meine Beschreibungen:

Anrichten des Tatars

Gang 5/11 – Tatar mit Kapern und Eigelb

Gang 6/11 – Carpaccio mit Garnele und Dill

esfck flambiert!

Sieht geil aus, war geschmacklich leider nicht meins – Gang 7/11 – Knochenmark mit Gremolata

Nachdem die ersten sieben Gänge vertilgt und das Vorderviertel komplett zerlegt war, ging es als Nächstes an das größere Hinterviertel mit den erwähnten Edelstücken. Diese wurden leider im Ganzen ausgelöst und in den Dry Ager gehängt.

Ich kann dich verstehen, Tim! ;)

via GIPHY

Trotzdem blieb noch genug für weitere Erklärungen und Kostproben übrig. :)

Christoph beginnt die Arbeit am Hinterviertel

Die Premium Cuts im werden im Dry Ager verdedelt

Lucki legt beim Herauslösen des Filets selbst Hand an

Geht’s männlicher als ein Tomahawk-Steak?!

Die nächsten beiden Gänge (Brisket und Flank) wurden parallel zum Vortrag gereicht, da hab ich leider vergessen Fotos zu machen. Aber so viel sei gesagt: sie waren köstlich!

Nachdem auch das Hinterviertel zerlegt war, gab es zum Abschluss noch Geschmortes und als Nachtisch Knochenmark-Eis. Das Geschmorte war ein Gedicht, das Eis leider nicht so mein Fall (das Schoko-Mousse war aber lecker!).

Tim und die anderen Jungs haben sich Zeit für Fotos und zum Schnacken genommen, während die esfck-Crew die Rinderteile für die Goodie-Bags aufgeteilt hat.

Gang 10/11 – Geschmortes mit Lauch

Tim nimmt sich Zeit für Selfies

Da will ich natürlich auch ein Foto :)

Die esfck-Crew stößt auf den gelungenen Abend an

Als Dessert gibt es Knochenmark-Eis mit Schoko-Mousse

Verpacken der rund 30 Goodie-Bags mit je ca. 3 kg Einzelteilen

Abschließend kann ich sagen, dass es eine wirklich interessante, lehrreiche und natürlich leckere Veranstaltung war.
Das gesamte Team und die anderen Teilnehmer waren freundlich und immer für einen Schnack zu haben.
Ich bewundere die Jungs für ihre Ideologie in Bezug auf Tiere als Lebensmittel (nicht als Produkt) und freue mich, dass sie diese bei solchen Events weitergeben!

Ich möchte mich noch einmal bei der GUTEN BOTSCHAFT und Geheimtipp Hamburg dafür bedanken, dass ihr solche Events verlost. :)

Zum Abschluss gibt es noch ein Foto vom gesamten Team des Abends und von meinem Goodie-Bag.

Das Team des Abends

mein Goodie-Bag – ca. 3 kg gemischtes Wagyu-Fleisch

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